Gastbeitrag Timo Krause: Dr. Louis Claude Vincent

Dr. Louis Claude Vincent

Dr. Louis Claude Vincent

Dr. Louis Claude Vincent wurde am 10. Januar 1906 im französischen Le Puy-en-Velay geboren. Er starb am 26. August 1988 in Marsat. Er studierte an der School of Public Works, wo er 1925 auch promovierte. Dr. Vincent ist Wasserbau-Ingenieur und Begründer der Bio-Elektronik. 1956 gründete er gemeinsam mit Frau Dr. Jeanne Rousseau das Bioelektronische Forschungszentrum in Avrillé , Département Maine-et-Loire. An der freien Hochschule School of Anthropology in Paris war er zwischen 1955 und 1960 Professor für Lebensmittelhygiene. Mit dem deutschen Arzt Dr. Franz Morell gründete der Hydrologe die International Society of Bio-Electronic Vincent (SIB EV).

Dr. Louis Claude Vincent: Trinkwasser und Gesundheit

Im Rahmen seiner Forschungsarbeiten führte Professor Louis Claude Vincent zahlreiche Studien zu den Eigenschaften des Trinkwasssers und deren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit durch. Die Analysen seiner Langzeitstudien ergaben, dass der rH2-Wert oder Redoxpotenzial, r-Wert oder Widerstand und der pH-Wert die wichtigsten Parameter zu Qualitätsbestimmung von Trinkwasser sind. Grundlegend führte Dr. Vincent den Nachweis, dass Herz-Kreislauferkrankungen und Krebserkrankungen in Regionen mit salzreichem, kalkhaltigem und hartem Trinkwasser deutlich häufiger auftreten als in Räumen mit weichem Trinkwasser. Als Ergebnis seiner Forschungsarbeiten begründete Prof. Dr. Vincent die Bioelektronischen Terrainanalyse. Sie ist eine biochemische und physikalische Messmethode zur Bestimmung des biologischen Umfelds im Wasser. Durch diese Methode konnte die Lehre des französischen Chemikers Louis Pasteur (1822 – 1895) “le microbe c’est tout”- „Die Bakterien sind an allem Schuld“ widerlegt werden. “le microbe c’est rien, le terrain c’est tout!” „Bakterien sind nichts, das Milieu oder Terrain ist alles“ lauten die Forschungsergebnisse Vincents. Dem Irrtum Pasteurs, wonach zur Bekämpfung von Krankheiten alle erdenklichen Bakterien zu bekämpfen sind, stellte er den Nachweis entgegen, dass Bakterien lediglich in begrenzten Räumen wachsen können. Durch die Faktoren elektrischer Leitwert, pH-Wert und Redox-Potenzial können diese Bereiche exakt eingegrenzt werden. Die Erkenntnisse von Prof. Dr. Vincent sind eine der Grundlagen für eine ganzheitliche Betrachtung der menschlichen Stoffwechselregulation.

Dr. Louis Claude Vincent: Reinigungs- und Transportmittel im Stoffwechsel

Trinkwasser funktioniert als wichtigstes Reinigungs- und Transportmittel im menschlichen Organismus. So ergeben sich die genannten Parameter gesunden Trinkwassers.

Die Bedeutung des pH-Wert nach Dr. Louis Claude Vincent

Die Konzentration von Wasserstoffionen im Trinkwasser ist für eine neutrale, alkalische oder saure Reaktion prägend. Dabei ist der pH-Wert 7,0 der Neutralpunkt. Größere Werte stehen für alkalische und kleinere Werte für saure Lösungen. Der ideale pH-Wert befindet sich im leicht sauren Bereich zwischen 6,4 und 6,8. Trinkwasser dieser Qualität regt die Funktion der Nieren an. So wird der Ablauf menschlicher Stoffwechselprozesse optimiert.

Die Bedeutung des elektrische Leitwerts (r-Wert) nach Dr. Louis Claude Vincent

Man misst den elektrischen Widerstand in Ohm (Ω). Für die Reinheit des Trinkwassers ist er ein aussagefähiger, genauer Indikator. Dabei werden alle gelösten Feststoffe, beispielsweise Sulfate, Chloride oder Karbonate, bestimmt. Reines Trinkwasser mit wenig gelösten Feststoffen hat einen hohen elektrischen Widerstand. Vergleich: Leitungswasser: 1.000Ω; Mineralwasser: 500Ω Die Leitfähigkeit wird in Mikrosiemens (µS) gemessen.
Nach Dr. Vincent nimmt der menschliche Organismus Trinkwasser umso leichter auf, je höher der elektrische Widerstand ist. Demnach ist weiches Trinkwasser seiner wenigen gelösten Feststoffe wegen optimal. Quellwasser hat den besten Leitfähigkeitswert von 80-130 Mikrosiemens.

Die Bedeutung des Redoxpotenzial (rH2-Wert) nach Dr. Louis Claude Vincent

Der Oxidationsgrad wird durch den rH2-Wert angegeben. Er ist das Maß der Anzahl von Elektronen im Wasser. Ein hoher Wert steht für einen hohen Oxidationsgrad und wenige Elektronen. Dem oxidierten Wasser fehlen Elektronen – umso mehr aggressive freie Radikale können sich hier ausbreiten.
Freie Radikale schädigen die menschlichen Zellen und forcieren Krebsleiden. Der Idealwert ist rH 28. Vergleich: Mineralwasser = rH 30; Leitungswasser = rH 34.

Dieser Artikel wurde von Timo Krause als Gastautor geschrieben. Timo Krause ist Experte auf dem Gebiet von Trinkwasser und betreibt zu diesem Thema einen Blog unter: http://wasserlupe.com
Lassen Sie uns diskutieren. Nutzen Sie hier das Kommentarfeld um Fragen an Herrn Dürrwächter zu stellen. Ihnen hat der Artikel gefallen? Dann würde ich mich über ein Like freuen.

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